METEOR ScienceLog - Nr.3
29.-31. Oktober 2008: Einsatz von Multicorer und Schwerelot
Autorin: Fahrtteilnehmerin Tebke Böschen promoviert zur Zeit in der Abteilung Paläozeanographie des IFM-GEOMAR in Kiel. Schwerpunkt ihrer Doktorarbeit ist die Rekonstruktion des Klimageschehens der letzten 10.000 Jahre und dessen Einfluss auf die Sauerstoffminimumzone. Dazu werden aus den Sedimentkernen, die während der aktuellen METEOR-Fahrt genommen werden, Mikrolebewesen isoliert deren Zusammensetzung wichtige Informationen über das Klima und die Ozeanographie der Vergangenheit enthalten.
Nachdem etliche Nachtschichten vor den Bildschirmen von Multibeam und Parasound verbracht wurden, lagen erste Daten über die Beschaffenheit des Meeresbodens vor. Aufgrund dieser Daten konnten in den letzten Tagen zahlreiche Geräte eingesetzt und zahlreiche Proben vom Meeresboden genommen werden, die sowohl Sedimente als auch darüber liegendes Bodenwasser beinhalteten.
Die Arbeitsgeräte, die zur Probennahme von Sedimenten am Meeresboden benutzt wurden, waren ein Multicorer und ein Schwerelot. Der Multicorer besteht aus einem Gestell, welches mit Hilfe einer Kamera auf dem Meeresboden positioniert wird. Hat man eine passende Stelle gefunden werden etwa 250kg schwere Gewichte ausgelöst, die sieben Plexiglasröhren (je 100cm lang) in das Sediment drücken. Anschließend werden die beiden Öffnungen der Röhren mit Klappen verschlossen und der Multicorer wird zurück aufs Schiff gehievt. Die gewonnenen Proben werden in den verschiedenen Arbeitsgruppen analysiert. Aus den Proben können z.B. Mikrofossilien isoliert werden, deren geochemische und isotopische Zusammensetzung Informationen über das Klima und die Ozeanographie der Vergangenheit geben können.
Abb. 1: Der Multicorer wird zum Meeresboden herabgelassen.
Multicorer und Schwerelot wurden in Wassertiefen zwischen 300 und 2200m eingesetzt. Dadurch konnten Sedimentkerne unterhalb sowie innerhalb der peruanischen Sauerstoff-Minimumzone genommen werden. Die Erforschung dieser Zone ist ein Schwerpunkt der aktuellen METEOR-Fahrt.
Abb. 2: Das Schwerelot wird wieder an Bord gehievt.
Mit dem Schwerelot können wesentlich längere Sedimentkerne gewonnen werden als mit dem Multicorer. Das Schwerelot ist ein Stahlrohr mit einem zusätzlichen Gewicht von 1,5t am oberen Ende. Im Stahlrohr befindet sich ein Plastikrohr, der so genannte „Liner“, der den Sedimentkern aufnimmt. Am unteren Ende des Lots befindet sich der Kernfänger welcher den Sedimentkern im Lot fixiert. Das Schwerelot wird an einem Drahtseil aufgehängt und zum Meeresboden herabgelassen. Dort rammt es sich aufgrund des zusätzlichen Gewichts von 1,5t in das Sediment. Anschließend wird das Lot wieder an Bord gehievt, wo der Liner aus dem Lot gezogen wird. Der Sedimentkern verbleibt im Liner welcher halbiert und anschließend waagerecht in handliche 1m-Stücke zersägt wird.
Abb. 3: Kernfänger für das Schwerelot: Der Kernfänger verhindert, dass das Sediment aus dem Lot rutscht.
Zur Zeit fährt METEOR mit voller Kraft in Richtung Nordwest. Voraussichtlich gegen Abend des 31. Oktober wird das nächste Arbeitsgebiet auf Höhe von 15° Süd erreicht.
Das ScienceLog ist eine Kooperation zwischen dem IFM-GEOMAR, dem SFB 754 der Christian-Albrechts-Universität Kiel und planeterde.de.


Am 5. November 2008 um 15:18 Uhr
Guten Morgen to HERR DR. OLAF PFANNKUCHE, AND HERR BJORN PFANNKUCHE:
GREETINGS FROM AMERICA! WE DID IT!
PLEASE VISIT MY SONG ON YOUTUBE.
ENJOY YOUR WONDERFUL JOURNEY
Am 10. November 2008 um 11:49 Uhr
hallölle,
eigentlich habe ich lediglich eine Möglichkeit gesucht Björn Pfannkuche ganz lieb und herzlich zum Geburtstag zu gratulieren.
hoffe das kommt irgendwie an
liebe Grüße
jessica
Am 10. November 2008 um 21:20 Uhr
Schade, dass es nichts zu berichten gibt. Ein paar Fotos so von allem und allen wäre ganz nett. Na ja, wohl viel zu tun. Aber 10 Tage?
Gruß Heiko