MERIAN ScienceLog - Nr. 20 - Phantomtracer

26.11.2008
Autorin: Anke Schneider
Phantomtracer
Zehn Tage vor Ende unserer Reise gibt es an Bord der Merian nicht viel Neues. Wir messen, messen und messen und langsam macht sich eine gewisse Erschöpfung breit. Auf unserem West-Ost-Schnitt bei 11°N haben wir wider aller Erwartungen doch eine ganze Menge Tracer gefunden, was gleich als Anlass für eine Predigt in der darauffolgenden Sonntagsmesse genommen wurde – wir wissen eben doch nicht alles, der Tracer zeigt sich wann und wo er will.
Mittlerweile sind wir über jede Abwechslung dankbar und immer wieder gibt es auch Besonderheiten an Bord.

log20-abb_1-klein.jpg

Abb 1: Die 4-8 Wache nach getaner Arbeit im Cafe Seeblick.

Man versucht es sich gemütlich zu machen und trifft sich im neu eröffneten „Cafe Seeblick“ , um den Sonnenuntergang oder –aufgang zu genießen. Neben Grillen und Gottesanbeterin haben wir nun einen neuen Gast, eine fotogene Libelle erfreut uns mit ihrer natürlichen Schönheit und Filigranität. Desweiteren hatten wir gestern Besuch von einem riesigen Mantarochen. Während die Mikrostruktursonde im Wasser war und wir uns mit unter einem Knoten langsam vorwärts bewegten, folgte er uns scheinbar, kam immer wieder am Schiffsheck an die Oberfläche und beeindruckte mit seiner Majestät.

log20-abb_2-klein.jpg

Abb 2: Unser Neuankömmling, die Libelle.

Im Großen und Ganzen kann man schon jetzt sagen, dass die Fahrt ein voller Erfolg ist. Das wissenschaftliche Programm wird jetzt noch die nächsten neun Tage fortgesetzt, bis wir unsere letzten Wasserproben in der Nacht vom 4. auf de 5. Dezember an der Tenatso-Verankerung kurz vor den Kap Verden nehmen. Nikolaus verbringen wir dann in Mindelo auf Saõ Vicente bei wahrscheinlich 30°C. Abends wird dann die Reise Richtung Deutschland angetreten.

log20-abb_3-klein.jpg

Abb 3: Ein seltener Gast, der Mantarochen mit mindestens 1,5 Meter Spannweite.

Zurück zur Hauptseite

Einen Kommentar schreiben